„Made in China“ soll nachhaltig werden

Die Forderung nach nachhaltigen Erzeugnissen „made in China“wird immer lauter. Gemeinsam mit Projektpartnern wird adelphi das Umweltmanagementinstrument EMAS Global in chinesischen Firmen und den Fertigungsstätten europäischer Unternehmen einführen.

25.04.2012

Die Umweltbilanz der chinesischen Industrie bleibt hinter internationalen Standards zurück. Das soll sich ändern. „EMAS Global China“ bildet 500 chinesische Umweltberater aus und begleitet 100 chinesische Unternehmen bzw. Fertigungsstätten europäischer Unternehmen bis zur offiziellen Registrierung. adelphi erstellt dazu Trainings- und Informationsmaterialien, hält Informationsveranstaltungen für chinesische Interessengruppen, leitet ein Helpdesk und vernetzt europäische mit chinesischen Regierungsvertretern und Experten. Außerdem sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um EMAS Global-Registrierungen zu ermöglichen. Dazu gehört auch ein System, mit dem die Einhaltung von Rechtsnormen überprüft und die Umweltleistung durch Externe beurteilt werden kann.

Der deutsche Automobilzulieferer Schäffler und die italienische FAAM Gruppe, einem Hersteller von Bleibatterien und Elektroautos, unterstützen das Vorhaben. Weitere Projektpartner sind die chinesischen Ministerien für Umweltschutz und für Wissenschaft und Technik.

Das EMAS Global Projekt ist Teil des SWITCH Asia Programms, das die Europäische Union als Förderprogramm für regionale Umweltinitiativen eingerichtet hat. Es fördert nachhaltige Verbrauchs- und Produktionsmuster in kleinen und mittleren Unternehmen und nachhaltiges Konsumverhalten bei Verbrauchern in Asien.