Planetare Grenzen und Ressourceneffizienz? Workshop untersucht Verknüpfungspotential

Das Konzept der Planetaren Grenzen kann von der Verknüpfung mit dem Ansatz der Ressourceneffizienz profitieren, ergab ein international besetzter Workshop, den adelphi gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Stockholm Environment Intstitute veranstaltete.

29.02.2016

Die Planetaren Grenzen verdeutlichen, wie stark die Menschheit bereits global in die Umwelt eingreift. Sie zeigen einen sicheren Handlungsraum (safe operating space) an, innerhalb dessen sich Gesellschaften entwickeln können. Für die nationale Anwendung ist aber die weitere Operationalisierung des global ausgelegten Konzeptes zentral. Hierfür diskutierten Wissenschaflt und Politik die Grenzen und Möglichkeiten der Verbindung von Planetaren Grenzen mit dem Ansatz der Ressourceneffizienz.

Zentrales Ergebnis war, dass sich die Ansätze der Ressourceneffizienz und Planetare Grenzen gegenseitig befruchten können: Ressourceneffizienz kann dazu beitragen, im sicheren Handlungsraum zu bleiben und die regionale und nationale Operationalisierung der Planetaren Grenzen zu unterstützen. Gleichzeitig können die Planetaren Grenzen Ressourcenefizienz-Maßnahmen legitimieren und Effizienzstrategien anleiten. Ressourceneffizienz muss aber durch andere Ansätze ergänzt werden, um der globalen Herausforderung der Planetaren Grenzen gerecht zu werden: Dazu zählen unter anderem die Veränderung des Konsumverhaltens und die Transformation der Produktionssysteme.

Der Workshop war Teil eines Vorhabens zur Operationalisierung der Planetaren Grenzen, das adelphi zusammen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Stockholm Environment Institute im Auftrag des Umweltbundesamtes durchführt. Im Projekt werden die Stärken und Schwächen des Konzeptes für die Bereiche Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft analysiert.