Aufbau und Unterstützung eines Netzwerks zur Bestimmung der Vulnerabilität in Deutschland

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Ziel der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) ist es, die Verwundbarkeit Deutschlands gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern. Nach der Veröffentlichung der Strategie im Jahr 2008 und eines sie begleitenden Aktionsplans (2011) ist 2016 erstmals ein Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie veröffentlicht worden. Als Grundlage hierfür wurde eine aktuelle und sektorenübergreifende Analyse der Verwundbarkeit (Vulnerabilität) Deutschlands gegenüber dem Klimawandel gebraucht.

Als Leadpartner eines wissenschaftlichen Konsortiums hat adelphi für die Bestimmung der Vulnerabilität Deutschlands ein Netzwerk von 16 Bundesoberbehörden und -institutionen aus neun Ressorts aufgebaut und organisiert. Zusammen wurde eine Methodik für die Vulnerabilitätsanalyse entwickelt, die in allen Handlungsfeldern der Deutschen Anpassungsstrategie angewendet werden konnte. Die im Netzwerk verbundenen Fachbehörden haben sich mit ihrer Expertise, ihren Daten und Modellen in die Analyse eingebracht. Aufgabe des von adelphi geführten Konsortiums war es, Methodiken und Indikatoren zu entwickeln, die Analyse durchzuführen und die Abstimmung mit dem Netzwerk vorzubereiten. So wurden 72 ausgewählte Klimawirkungen mithilfe von Wirkmodellen, Proxyindikatoren und Experteninterviews hinsichtlich ihrer räumlichen Ausprägung in Gegenwart und Zukunft untersucht und ihre Bedeutung für Deutschland bewertet. Im Ergebnis konnten regionale und thematische Schwerpunkte des Klimawandels in Deutschland identifiziert werden.

Das Projekt stellt einen zentralen Baustein für die Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie und der bundesdeutschen Klimaanpassungspolitik dar. Im November 2015 wurde der umfangreiche Abschlussbericht des Netzwerks Vulnerabilität, der die sektoralen und sektorenübergreifenden Auswertungen darstellt und die verwendete Methodik im Detail erläutert in einer gemeinsamen Pressekonferenz des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes und des Deutschen Wetterdienstes vorgestellt.

Publikationen des Projekts

  • Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. Ergebnisse des Netzwerks Vulnerabilität

    Schauser, Inke; Birgit Habedank, Hans-Guido Mücke, Carola Kuhn, Hildegard Niemann, Mareike Buth, Walter Kahlenborn, Stefan Greiving, Mark Fleischhauer, Stefan Schneiderbauer und Marc Zebisch 2015: Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. Ergebnisse des Netzwerks Vulnerabilität. In: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Robert Koch-Institut (RKI) und Umweltbundesamt (UBA) (Hrsg.): UMID Umwelt und Mensch – Informationsdienst 02/2015. Berlin: Umweltbundesamt, S. 34-39.
  • A consensus based vulnerability assessment to climate change in Germany

    Greiving, Stefan; Marc Zebisch, Stefan Schneiderbauer, Mark Fleischhauer, Christian Lindner, Johannes Lückenkötter, Mareike Buth, Walter Kahlenborn and Inke Schauser 2015: A consensus based vulnerability assessment to climate change in Germany. In: International Journal of Climate Change Strategies and Management 7:3, S. 306-326.
  • Was leisten Klimamodelle für die Regionalplanung? – Ergebnisse eines Expertengesprächs im Rahmen des Netzwerks Vulnerabilität am 18.02.2013 beim Regionalverband FrankfurtRheinMain, Frankfurt/Main

    Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Hrsg.) 2013: Was leisten Klimamodelle für die Regionalplanung?. Ergebnisse eines Expertengesprächs im Rahmen des Netzwerks Vulnerabilität am 18.02.2013 beim Regionalverband FrankfurtRheinMain, Frankfurt/Main. Berlin: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).