Aufbau von Kapazitäten im Bereich der integrierten Abfallwirtschaft in China

Abfall

China ist für ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und damit der weltweit größte Emittent. Ein erheblicher Teil der Emissionen ist auf die steigenden Mengen an kommunalen Abfällen zurückzuführen, welche das Land als einer der größten Abfall-Erzeuger der Welt produziert. Die in der Vergangenheit teils mangelhaften Ansätze des Abfallmanagements verschärfen die Problematik zusätzlich. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und eine robuste Strategie zur Reduzierung der THG-Emissionen zu entwickeln, hat China die Förderung der Kreislaufwirtschaft und der kohlenstoffarmen Entwicklung zu Schlüsselprioritäten gemacht und als konkrete Ziele in seinen dreizehnten Fünfjahresplan (FYP) für den Zeitraum 2016-2020 aufgenommen.

Mit dem Ziel, eine nachhaltige und kohlenstoffarme Entwicklung der Abfallwirtschaft zu fördern und nachzuweisen, dass eine integrierte Abfallwirtschaft zur Förderung des nationalen Wirtschaftswachstums beitragen kann, wurde die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit der Durchführung des China Integrated Waste Management NAMA Support Project (NSP) beauftragt. Im Rahmen des Projekts werden in fünf Pilotkommunen – Suzhou, Taian, Xi'an, Lanzhou und Bengbu – Konzepte einer integrierten Abfallwirtschaft (IWM) als exemplarische Maßnahmen umgesetzt. Neben der Schaffung von günstigen politischen und finanziellen Rahmenbedingungen durch Politikberatung und die Mobilisierung des Privatsektors spielt hierbei die Stärkung der nationalen und kommunalen Kapazitäten im Bereich des Municipal Solid Waste Managements (MSWM) eine wichtige Rolle.

Unter der Leitung von adelphi entwickelt ein Team von Abfallexperten zu diesem Zweck ein umfassendes Train-the-Trainer-(TtT)-Programm. Das Programm richtet sich an chinesische Interessengruppen, die an der Planung und Durchführung der kommunalen Abfallwirtschaft auf nationaler und lokaler Ebene beteiligt sind. Ziel des Trainings ist (1) die Verbesserung des Knowhows und des technischen Verständnisses der Teilnehmer und (2) die Schaffung von Kapazitäten zur Replikation der gelernten Ansätze in China. Erreicht werden sollen die Ziele durch die Umsetzung des mehrwöchigen TtT-Programms in Deutschland sowie einer Reihe von IWM-Workshops in China.