Better by Design: Mehr Nachhaltigkeit im lateinamerikanischen Lebensmittel- und Getränkesektor

Um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, ist die Veränderung unserer Konsum- und Produktionsweisen unabdingbar. Daher wurde 2012 bei der Rio+20 – Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung der Zehn-Jahres-Rahmen für Programme für nachhaltige Konsumweisen und Produktionsweisen (10YFP) beschlossen.

Mit dem Projekt „Better by Design – Sustainable Lifestyles in Latin America“ wurde die Umsetzung des 10YFP in Lateinamerika vorangetrieben. Ziel war es, innerhalb von Pilotprojekten, Nachhaltigkeitsaspekte auf allen Ebenen des Produktlebenszyklus verschiedener Fast Moving Consumer Goods (Schwerpunkt: Lebensmittel & Hygieneprodukte) in Kooperation mit Produzenten und Produzentinnen sowie Einzelhändlern und Einzelhändlerinnen in Honduras, Nicaragua und Peru zu verankern. Insbesondere wurde dabei der Konsum nachhaltiger Produkte auf nationaler Ebene gefördert.

Das Projektteam entwickelte praxisnahe Tools für ein nachhaltiges Produktdesign, bei dem alle Glieder der Lieferkette sowie die Verbraucherseite abgedeckt werden. Beispiele guter Praxis für nachhaltigkeitsorientierte Kundeninformationen und Werbung helfen den Unternehmen, Nachhaltigkeit auch bei ihren Kundinnen und Kunden zum Thema zu machen und fördern damit die Nachfrage nachhaltiger Produkte.

adelphi-Mitarbeiter Jan Christian Polanía Giese verantwortete in dem Vorhaben den Bereich nachhaltige Produktinformationen und Green Marketing. In einer Serie von partizipativen Design-Thinking-Workshops entwickelte er Toolkits zur Durchführung von Kampagnen für nachhaltigen Konsum gemeinsam mit lokalen Partnern. Dabei brachte er Praxispartner aus dem Einzelhandel und Konsumpolitiker und -politikerinnen aus Honduras, Nicaragua und Peru zusammen und half einen Dialog über die Umsetzung des 10YFP in der Region zu starten. Er beriet außerdem lokale Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen aus der Konsumpolitik sowie Praktiker/innen aus dem lateinamerikanischen Einzelhandel zu den UN-Richtlinien zu nachhaltigen Produkt­informationen und zu den Möglichkeiten Greenwashing durch zuverlässige Kommunikation zu vermeiden. Damit leistete er einen wichtigen Beitrag, nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen in Lateinamerika zu etablieren.