COreFAKTEN – Gesellschaftliche Akzeptanz eines CO2-Preises für Energieverbrauch

Erneuerbare Energien: Solarpaneele und Windräder vor Stromleitungen

Die Bundesregierung hat im Klimaschutzprogramm 2030 erstmals konkret angekündigt, eine nationale CO₂-Bepreisung einzuführen. Als Einstiegspreis ab dem Jahr 2021 wurde ein Wert von 25 Euro pro Tonne CO₂ veranschlagt. Die klimapolitische Lenkungswirkung, die davon zu erwarten ist, ist eher gering. Es liegt nahe zu vermuten, dass insbesondere Sorgen über die gesellschaftliche Akzeptanz eine ambitioniertere CO₂-Preisgestaltung bislang verhindern.

Das Projekt COreFAKTEN soll helfen zu verstehen, unter welchen Bedingungen ein CO2-Preis für Energieverbrauch von der Gesellschaft akzeptiert wird. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Rückerstattung der im Rahmen der CO₂-Bepreisung eingenommenen Mittel, deren Ausgestaltung und Auswirkung auf die Akzeptanz. Der Fokus liegt dabei auf Haushalten, die durch energiebezogene Ausgaben wie Strom- und Heizkosten besonders belastet sind. So kann das Vorhaben einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die CO₂-Bepreisung sozialverträglich gestaltet, effektiv konzipiert und gesellschaftlich akzeptiert wird. Zudem wird COreFAKTEN die wissenschaftlichen Grundlagen für eine zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategie erarbeiten. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Mechanismen, die zu einer Akzeptanz oder Nichtakzeptanz einer CO₂-Bepreisung führen, gerade auch im Zusammenhang mit Sozialverträglichkeit besser zu verstehen.

adelphi übernahm die Rolle der Projektleitung und unterstützte die Partner wesentlich dabei, die gesellschaftlichen Akzeptanzfragen eines nationalen CO₂-Preises für Energieverbrauch mit Hilfe verhaltensökonomischer, sozio-psychologischer und kommunikationswissenschaftlicher Forschungsansätze zu analysieren. Fraunhofer ISI hat die Ergebnisse durch Fokusgruppen empirisch untersucht (Ergebnisbericht der Fokusgruppen). Die gewonnenen Erkenntnisse wurden abschließend durch die RWTH Aachen in einer multikriteriellen, empirisch basierten Entscheidungsanalyse (Conjoint-Messung) quantifiziert. Auf Grundlage der Analyse wurde ein Akzeptanz- und Kommunikationskonzept entwickelt. 


Die Projektergebnisse basieren auf empirischen Datenerhebungen mit verschiedenen, sich ergänzenden Herangehensweisen sowie intensiven Diskussionen, die mit Expert*innen zu sozialen Akzeptanzfragen und zur Klima- und Energiepolitik in den Projektbeiräten diskutiert wurden. Unter anderem die folgenden Expert*innen unterstützten das Projekt als Beiräte:

  • Dr. Stefan Bach
  • Audrey Dobbins
  • Dr. Thomas Engelke
  • Dr. Ulrich Fahl
  • Dr. Constanze Haug
  • Dr. Julia Hertin
  • Simone Hüttenberend
  • Thorsten Lenck 
  • Dr. Verena Liessem
  • Franz Michel
  • Dr. Michael Pahle
  • Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn
  • Udo Sieverding
  • Prof. Dr. Jan Steckel
  • Florian Zerzawy

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