Globale Partnerschaften stärken digitale Innovationen für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung unterstreicht in vier Zielen die Verbreitung digitaler Innovationen, um globalen Herausforderungen zu begegnen. Digitale Innovationen sind Geschäftsideen, die mittels Informations- und Kommunikationstechnologie Chancen und Lösungen für nachhaltige Entwicklung bieten. Sie ermöglichen Zugänge zu Wissen, Bildung und Arbeitsmarkt, verbessern die Kommunikation oder eröffnen Möglichkeiten zu neuen Geschäftsideen. Dadurch brechen sie politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen und tragen somit zu transformativen Veränderungen bei.

Die Zukunftscharta „EINEWELT – Unsere Verantwortung“ der Bundesregierung drückt in diesem Zusammenhang explizit die Wichtigkeit globaler Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) aus, um transformative Veränderungen hervorzurufen. Unglücklicherweise stimmen globale MAPs ihre Aktivitäten oftmals nicht miteinander ab, so dass potenziell transformative Veränderungen behindert werden. Internationale Dialogprozesse sind vielmals nicht auf die gemeinsame Lösungsentwicklung ausgelegt, vorhandenes Wissen steht vielen Bevölkerungsgruppen oft nicht zur Verfügung, und ineffiziente Projekte verhindern eine optimale Potenzialausschöpfung. Darüber hinaus fehlen vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie Frauen und Mädchen oft Zugang zu digitalen Innovationen, so dass diese nicht angewendet werden können.  

Ziel dieses Vorhabens ist daher, die Anwendung digitaler Innovationen durch globale MAP und andere Kooperationsnetzwerke in den fünf Pilotländern (Äthiopien, Ghana, Indonesien, Mexiko und Senegal) zu steigern. In den ausgewählten Pilotländern bestehen aufgrund der sozialen und ökonomischen Ausgangslage und einer möglichen Funktion eines länderübergreifenden Hubs vielversprechende Voraussetzungen für einen Projekterfolg. Bestätigt werden diese Voraussetzungen durch die politische Priorität, die dem Thema Digitalisierung in den o.g. Ländern zugesprochen wurde. adelphi wird hierzu eine Reihe an Ideenwettbewerben in den fünf Pilotländern durchführen und ausgewählte Innovatoren in einem Acceleratoren Programm dabei unterstützen die Geschäftsmodelle hinter den Innovationen weiter zu entwickeln. Der Fokus liegt hier auf den Sektoren Frauenförderung (ICT4Gender), Klimawandel (ICT4Climate) und Flucht und Migration (ICT4Migration).

Das Projekt soll an die Wirkungen des Vorgängervorhabens „Innovationswerkstatt – realising shared solutions“ anschließen, insbesondere in den Sektoren Landwirtschaft (ICT4Agriculture) (ICT4Ag), Gesundheit (e-Health) (electronic Health) und Umwelt (future4nature, future for nature), um die erfolgreich etablierten MAP zu stärken und so die praktische Anwendung von digitalen Innovationen in den Zielländern weiter zu fördern.