Klimawandelanpassung im Privatsektor in Ruanda und Marokko

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Viele Schwellen- und Entwicklungsländer sind besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. Die Auswirkungen des Klimawandels, wie schwere Regenfälle, Hitzewellen, Überschwemmungen oder der Anstieg des Meeresspiegels, können entscheidenden Einfluss auf ihre Geschäftstätigkeiten haben. Für die Verminderung dieser Klimarisiken müssen sich Unternehmen an den Klimawandel anzupassen. Doch Anpassung ist nicht nur eine Reduzierung negativer Auswirkungen des Klimawandels. Anpassung an den Klimawandel kann auch neue Geschäftschancen für Unternehmen bieten. Für Produkte, die weniger Wasser und Energie benötigen, oder an Klimaveränderungen angepasste Produkte, wie leichtere Stoffe für Textilien, wird eine steigende Nachfrage zu verzeichnen sein, die Unternehmen für ihren wirtschaftlichen Erfolg nutzen können.

Allerdings verfügt die Privatwirtschaft in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere Klein- und Mittelständler, oft nicht über ausreichende Kapazitäten, um sich effektiv und effizient an den Klimawandel anzupassen. Da die Entwicklung des Privatsektors nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht von Interesse ist, sondern auch Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den jeweiligen Länder hat, hat die GIZ das Projekt "Erhöhung der Kapazität des Privatsektors für die Anpassung an den Klimawandel" initiiert.

Im Rahmen dieses Projektes erstellte adelphi zwei Baseline-Studien und führte Erkundungsmissionen in Marokko und Ruanda durch. Außerdem organisierte adelphi in den beiden Ländern jeweils einen Stakeholder-Workshop. Das Projekt dauerte von August bis November 2014, wurde in vier Phasen unterteilt und umfasste folgende Arbeitspakete:

(1) Analyse der Auswirkungen des Klimawandels auf die nicht-landwirtschaftlichen Sektoren und das Potenzial zur Klimawandelanpassung in Marokko und Ruanda und Entwicklung und darauf aufbauend die Entwicklung von Baselinestudien

(2) Die Durchführung von zwei Erkundungsmissionen, um relevanten Akteure für weitere Projektaktivitäten zu identifizieren und zu kontaktieren sowie die Baseline-Studien zu überprüfen

(3) Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Stakeholder-Workshops in den beiden Ländern

(4) Begleitaufgaben, um einen regelmäßigen und strukturierten Austausch zwischen allen Projektpartnern zu garantieren