MISTRA Geopolitics: Geopolitische Auswirkungen von Umweltveränderungen erkennen, präventive Außenpolitik stärken

Planet earth from the space at night . Some elements of this image furnished by NASA

Geopolitische Veränderungen, die mit den langfristigen Transformationen im Energiesektor einhergehen, stellen eine zentrale Herausforderung für die Außenpolitik dar. Eine präventive Außenpolitik, die Risiken frühzeitig erkennt und gemeinsam mit internationalen Partnern die Dekarbonisierung vorantreibt, kann den Weg in Richtung einer nachhaltigen internationalen Energiekooperation ebnen – und somit die Umsetzung des Pariser Abkommens unterstützen. Für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sind Energiethemen ein wichtiger Bestandteil der bilateralen Beziehungen. Deshalb kommt präventiver Außenpolitik eine bedeutsame Rolle zu, um besser zu verstehen und dafür gewappnet zu sein, wie der abnehmende Verbrauch fossiler Treibstoffe bestehende Partnerschaften beeinträchtigen und wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien neue Interdependenzen schaffen könnte.

Mit finanzieller Unterstützung des schwedischen Außenministeriums erkundet ein Forschungskonsortium die Auswirkungen des Umweltwandels auf soziale, politische und ökonomische Kräfte. Ungewissheiten werden größer und umfassende geopolitische Verschiebungen werden voraussichtlich weitreichende Auswirkungen auf globale Governance und nachhaltige Entwicklung haben. Das Projekt "MISTRA Geopolitics" rückt diese Dynamik an der Schnittstelle von Geopolitik, menschlicher Sicherheit und Umweltveränderungen in den Fokus. Zu den Forschungspartnern zählen adelphi, E3G, das Stockholm Environment Institute (SEI) sowie die Universitäten von Stockholm, Lund, Uppsala und Linköping.

Um geopolitische Fragen der Dekarbonisierung zu erforschen, untersucht adelphi in verschiedenen Länderstudien – z.B. zu Russland oder China – , wie sich die genannten Abhängigkeiten verändern und wie diese die Außenpolitik auf bilateraler und regionaler Ebene beeinflusst. Ziel ist es, Transformationspfade zu identifizieren und außenpolitische Handlungsoptionen zu skizzieren, die Sicherheitsbedrohungen minimieren, geopolitischen Wandel gestalten und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Energieversorgung erleichtern.