Neue Handlungsspielräume für den Habitat-III-Prozess

City in a sunrise

In einem Turnus von 20 Jahren beruft das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat) die sogenannte Habitat-Konferenz zu Siedlungs-, Wohn- und Entwicklungsfragen ein. In der Tradition der ersten beiden Konferenzen in Vancouver (1976) und Istanbul (1996) wurden bereits 2013 die Vorbereitungen zur dritten Konferenz der Vereinten Nationen zu Wohnraum und nachhaltiger Stadtentwicklung (Habitat III) als inklusiver und offener Prozess eingeleitet. Durch die Einbeziehung verschiedener Unterorganisationen der Vereinten Nationen (VN), der VN-Mitgliedsstaaten sowie zivilgesellschaftlicher Gruppen und Stadtentwicklungsexpert*innen stellte der Vorbereitungsprozess bereits eine solide Wissensbasis und Beteiligungsgrundlage für die Habitat III im Oktober 2016 in Quito, Ecuador, dar. Auf der Habitat III diskutierten die VN-Mitgliedsstaaten die Richtlinien zur nachhaltigen Stadt- und Wohnraumentwicklung für die nächsten 20 Jahre. Diese Richtlinien wurden Teil des Abschlussdokuments der Konferenz - der "New Urban Agenda". 

Vor diesem Hintergrund hat adelphi das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zur Arbeit im Habitat-III-Prozess beraten. Als Grundlage für die Beratung analysierte adelphi fortlaufend den Habitat III-Prozess einschließlich relevanter Akteur*innen, Institutionen und Veranstaltungen in diesem Zusammenhang. Auf dieser Basis hat adelphi BMZ und GIZ zu aktuellen Entwicklungen im und um den Habitat III-Prozess unterstützt. Zudem entwickelte adelphi Diskussionspapiere und weitere Beiträge auf Anfrage und unterstützte politische Entscheidungsträger*innen, Experten*innen und weitere Stakeholder im fachlichen Diskurs zur "New Urban Agenda".

Publikationen des Projekts