Unterstützung des Energiedialogs Deutschlands mit Japan und Korea

Landschaft mit Windkraftanlagen in Ostasien - landscape with wind power generators in East Asia

Deutschland ist von Energierohstoffimporten stark abhängig. Zugleich hat sich die Bundesrepublik die drei Energiewende-Ziele Treibhausgasminderungen, mehr erneuerbare Energien und höhere Energieeffizienz gesetzt. Vor diesem Hintergrund verfolgt die internationale energiepolitische Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Ziel, weltweit vertrauensvolle und auf Dauer angelegte Energiebeziehungen zu Partnerländern aufzubauen. Die energiepolitische Zusammenarbeit gliedert sich dabei in die nicht formalisierten Energiedialoge und in die institutionalisierten Energiepartnerschaften. Wichtige Partnerländer für Deutschland sind dabei Japan und die Republik Korea (folgend: Korea). Ursprünglich als Energiedialog initiiert, gelang es während der Projektlaufzeit, die Energiedialoge mit Japan und Korea zu institutionalisieren und in Energiepartnerschaften zu überführen.

adelphi unterstützte das BMWi bei der Umsetzung der Energiepartnerschaften mit Japan und Korea. Insgesamt leistete das Vorhaben einen maßgeblichen Beitrag zum Aufbau und Erhalt stabiler Energiebeziehungen der Bundesregierung mit den beiden Partnerländern. Zudem wurden die Anliegen des Privatsektors adressiert, um geeignete Marktstrukturen für den Ausbau erneuerbarer Energien und zur Verbreitung energieeffizienter Technologien zu unterstützen.

Schwerpunktthemen der Energiepartnerschaft mit Japan sind insbesondere die Ausweitung und die Systemintegration erneuerbarer Energien, sowie die Produktion und der Einsatz von Wasserstoff. Diese wurden durch von adelphi konzipierte und organisierte Expertenworkshops, energiepolitische Veranstaltungen sowie hochrangigen Delegationsreisen unterstützt. Ziel war dabei, einen regelmäßigen Austausch der Regierungen sowie anderer Institutionen und Stakeholder zu zentralen energiepolitischen Fragestellungen und gemeinsamen Herausforderungen zu fördern. Hintergrundstudien (u.a. zu Klimaschutz und Energieeffizienz im Transportsektor, zur Rolle von Wasserstoff in den Energiesystemen Japans und Deutschlands und zum Thema intelligente Netze und Systemintegration) sowie Ad-hoc-Analysen befruchteten dabei den energiepolitischen Austausch mit wissenschaftlichen Einschätzungen.

Die Energiepartnerschaft mit Korea befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Ausbau und der Systemintegration erneuerbarer Energien, der Akzeptanz der Energiewende, Energieeffizienz, der Stilllegung von Kernkraftwerken und innovativen Technologien einschließlich intelligenten Lösungen und Wasserstoff. Bei dieser Partnerschaft sind zusätzlich zu dem regelmäßigen Austausch der Regierungen vor allem auch die Dialogformate der Studienreisen und Expertenworkshops sehr beliebt, die durch adelphi und Projektpartner konzipiert und umgesetzt wurden. Die Energiewende ist ein wichtiger Bestandteil der Außenwahrnehmung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft geworden und von großem Interesse im Partnerland. Wissenschaftliche Kurzgutachten und Hintergrundstudien zu energiepolitischen Entwicklungen in Korea und Deutschland (u.a. zur Akzeptanz von Wind- und Solarenergie oder zur Systemintegration von Erneuerbaren) unterstützten den Dialog zusätzlich.

Als Projektleitung kooperierte adelphi mit den Partnerorganisationen Wuppertal Institut (WI), Ostasiatischer Verein (OAV), Hennicke Consult sowie den deutschen Auslandshandelskammern (AHK) in Japan und Korea. In einem ähnlichen Vorhaben betreute ein von adelphi geführtes Konsortium auch den Dialog mit den USA, Kanada und Neuseeland sowie die Partnerschaft mit Australien.

Publikationen des Projekts