Wege zum Frieden: Konfliktbewältigung und Festigung der Stabilität in einem sich wandelnden Klima

USAID 2020: Wege zum Frieden: Konfliktbewältigung und Festigung der Stabilität in einem sich wandelnden Klima. Washington, DC: adelphi/Chemonics International Inc..

Wie können Projekte zur Friedensförderung bei der Anpassung an den Klimawandel helfen? Was können wir aus früheren Projekten lernen, die diese beiden Aspekte miteinander verbunden haben? „Pathways to Peace“ wertet entsprechende Projekte aus und betrachtet verschiedene Wege, um den Umgang mit Klimawandel und Konfliktrisiken zusammenzudenken.

Bereits seit mehr als zehn Jahren werden die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Konflikt und Fragilität systematisch untersucht und debattiert. Der Klimawandel wirkt als Risikomultiplikator; zugleich können die Stabilität und Resilienz einer Region verbessert werden, wenn Friedensförderung und Anpassung an den Klimawandel gemeinsam angegangen werden. Dass hingegen sowohl die Friedensförderung als auch die Anpassung an den Klimawandel scheitern kann, wenn nicht berücksichtigt wird, wie sich diese Prozesse gegenseitig beeinflussen, darüber sind sich die Fachleute einig. Im schlimmsten Fall werden die Herausforderungen dadurch noch verschärft. Dabei ließen sich wiederholte humanitäre Einsätze vermeiden und chronisch fragile Zustände besser stabilisieren, wenn Synergien zwischen  Projekten zur Anpassung an den Klimawandel und zur Friedensförderung erkannt und genutzt würden.

Noch fehlen aber konkrete Empfehlungen, wie das erreicht werden kann. Der vorliegende Bericht soll diese Lücke schließen. Zu diesem Zweck analysiert er konkrete Entwicklungsprojekte, die sowohl Friedensförderung als auch eine Stärkung der Resilienz gegenüber dem Klimawandel zum Ziel hatten, unter anderem Projekte, die USAID am Horn von Afrika durchgeführt hat. Diese Region zeichnet sich durch ein sehr trockenes Klima aus, und ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Unter diesen Umständen bilden sich häufig schwelende Konflikte, die sich auf eine Kombination von Ressourcenknappheit, Einflüssen des Klimawandels und sozioökonomische oder politische Faktoren zurückführen lassen.

Der Bericht fasst zusammen, was aus diesen Projekten gelernt werden kann, und gibt Empfehlungen für zukünftige Entwicklungsprojekte, wie die komplexen Auswirkungen des Klimawandels bei Entwicklungsprojekten zur Friedensförderung in der Praxis berücksichtigt werden können. Außerdem fasst der Bericht die vorhandene Literatur zusammen, die untersucht, wie Anpassung an den Klimawandel und Friedensförderung miteinander verbunden werden können.